Kants Garten

130928Kants Garten103Kants Garten ist ein blühender Gemeinschaftsgarten im Kantpark im Stadtzentrum Duisburgs.

Kants Garten, das sind viele Blumen- und Gemüsehochbeete, Gärten der Kinder, üppige Schattengärten und ein Mauergarten, das ist ein Biotopgarten mit Igelhotel, Toholzbiotop und Teich, einem Wildbienenhaus und eine große Wiese auf der im Frühjahr tausende Krokusse, Blausternchen, Schneestolz und Waldanemonen blühen und auf der eine Gartenbank in der Sonne steht!

In Kants Garten begegnen sich Menschen jeden Alters, aus unterschiedlichsten Lebenslagen, sie wohnen im Dellviertel kommen aber auch von weiter her.

Kants Gärtner ist man schon, weil man einfach nur auf der Gartenbank sitzend die Sonne genießt. Kants Gärtner sind aber auch aktiv! Viele von ihnen wollen unbedingt in der Erde buddeln, Blumen oder Gemüse ziehen – es ist ihnen dabei nicht so wichtig etwas „Eigenes“ zu haben. Vielmehr genießen sie es, nicht die alleinige Verantwortung zu tragen, den Garten mit vielen anderen zu hegen und zu pflegen.

Gartentreffen werden meist für den Samstag Nachmittag verabredet und über Facebook (KantsGarten2013) oder per Email mitgeteilt (bitte anmelden über kants.garten(at)gmail.com). Jeder kann teilnehmen. Gärtnern, ernten oder einfach in der Sonne träumen kann man aber auch alleine – jederzeit, denn der Garten ist immer geöffnet!

Das Duisburger Amt für Umwelt hat 2013 eine Fläche im Kantpark, im Zentrum Duisburgs verfügbar gemacht und unterstützt die Bürgerinitiative. Kants Gärtner helfen auch als Gartenpaten bei der Entwicklung von Gartenprojekten, z.B. in Schulen und Kitas oder im urbanen Raum: mit Beratung, Pflanzen, Samen und manchmal auch praktischer Hilfe. Mit unserer Straßengarten-Pflanzberatung sind wir gerne auch zu Gast auf Veranstaltungen.

Im Jahr 2018, dem Jahr der großen Umgestaltung des Kant Parks, haben wir ein engagiertes Projekt zur Förderung der Biodiversität und Artenvielfalt durchgeführt: auf etwa 500 qm (Kants Garten ist 2.300 qm groß), haben wir neue Staudenbeete angelegt, die mit etwa 3000 Stauden bepflanzt wurden. Ein Totholzbiotop und ein Teich – also die Igelburg und das Froschparadies – wurden gebaut und im Herbst wurden 13.000 Blumenzwiebeln im ganzen Gartengelände gesetzt. Ausserdem wurden 42 Sträucher gepflanzt. Wir berichten ausführlich auf unserer Webseite unter „Neue Gärten“.

Möglich wurde dies, weil wir seit dem Frühjahr 2018 unsere „Blaue Laube“ haben, ein Container für unser Garengerät. Zudem gibt es seit August 2018 eine eigene Wasserstelle. Gelingen konnten diese großflächigen Neuanlagen nicht nur wegen der vielen Helfer, die das ganze Jahr über immer wieder mitgemacht haben, sondern auch dank der vielen Sach- und Geldspenden. Darüber berichten wir in unserem Dank. Ganz wichtig ist auch die planerische und praktische Unterstützung durch das Amt für Umwelt und die Wirtschaftsbetriebe. Und ohne Gerhild Diamant und ihre famose Staudengärtnerei hätte wir niemals eine solche Vielfalt an Stauden für den schwierigen Standort unter Platanen bekommen.

Der Tisch wurde also gedeckt mit unseren neuen Blumenbeeten, in 2019 gingen wir wir unter die BauherrInnen! 50 Vogelnistkästen wurden im ganzen Kantpark installiert. Und ein großes Wildbienenhaus wurde installiert.Zudem haben wir drei Hochstamm-Apfelbäume bekommen: einen roten Berlepsch, einen Gravensteiner und eine Goldparmäne.

In 2020/21 stehen Fledermausschutzkästen für 5 Kolonien im Kantpark im Fokus sowie die Bepflanzung des Wilden Hügels am Museum und der Rondelle im Dellgarten mit Stauden und Frühlingsblühern. In 2021 möchten wir weitere kleinere  Insektenhotel überall da im Park platzieren, wo wir mit Stauden, Geophyten und blühenden Sträuchern für eine Nektar und Pollenspendende Bepflanzung gesorgt haben.

Kants Garten blüht bunt und vielfältig!

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