Wilder Hügel, seit 2020

Am wilden Hügel am Musem praktizieren wir „Black Box Gardening“. An diesem teils überschattetem Hang hinter den Bänken wächst es wild, brennend und kratzig, seitdem dort Gehölze gefällt wurden. Die Ruderalflächen zeigen Brennesseln, Disteln, Schöllkraut, Hahnenfuss, Löwenzahn und vieles mehr. Aber man sieht auch die Restbestände früherer Bepflanzugen, einige Wurmfarne und Beinwell zumeist.

Seit dem Frühjahr 2020 pflanzen wir hier sporadisch mehr Beinwell, Veilchen, Ziest, Storchenschnabel, Waldmeister, Vinca balcanica, Rauhblatt, Acanthus, Wolfsmilch, Nieswurz, Fadenknöterich, Wiesenraute, Angelica, Alant, Silphie, Fenchel, Digitalis, Katzenminze, Kaukasisches Vergißmeinnicht, Brandkraut, Natternkopf, Nachtkerze, Elfenblume, Nachtkerzen und Mondviolen, Karden, Herzblatt, Wiesenraute, Aronstab und vieles mehr gepflanzt. Zudem haben wir testweise 1.500 Hasenglöckchen gesetzt – so von sonnig in Richtung unter Laubbaum bis unter die Eibe – da können wir im Mai sehen, was sie mitmachen, die Hasenglöckchen. Denn gerne hätten wir in Zukunft 10.000 Zwiebeln. Ein lavendelblaues Meer an duftenden Blüten wünschen wir uns.

Die Stauden kommen in weiten Teilen aus eigener Vermehrung, oder von Teilungen aus Kants Garten, hin und wieder kaufen wir auch etwas dazu, bleibt von anderen PFlanzungen etwas übrig.

In 2021 wollen wir jedenfalls weiterpflanzen, um die Kurve rum auf die andere Seite des Hügels. Unter der Blutbuche ist das auf dem nacktgefegtem, humusarmen Boden ein Experiment. Wir werden mit den wilden Bestandspflanzen kooperieren, sind gespannt, wie die verrückte Mischung wirken, sich entwickeln wird …

Hier ist der Wilde Hügel im September 2019.