Archiv des Autors: Susanne

Insektenhäuser und Nistkästen, der Plan!

Vogelnistkästen, Insektenhaus und Fledermausschutzkästen – unsere Kants Garten-Themen in 2019

Nachdem wir in 2018 für den reichhaltigen gedeckten Tisch in Form von ganz, ganz vielen blühenden Stauden, Frühlingsblühern und Sträuchern gesorgt haben, kümmern wir uns in 2019 um die „Behausungen“ von allerlei Insekten, Vögeln und Fledermäusen in Kants Garten und damit im Kantpark und unserer Stadt.

Die Vogel-Nistkästen sind bestellt und werden bereits im Januar eintreffen. Wir haben uns für Nisthilfen von Schwegler entschieden und nach Rücksprache mit dem Duisburger Artenschutzbeauftragtem Herrn Kricke, gibt es eine Baumläufer- und eine Halbhöhle, Zaunkönigkugeln, Nisthöhlen mit 32 mm und Nisthöhlen mit 26 mm und eine mit ovaler Öffnung. Das spricht unterschiedlichste Vögel an und bietet optimalen Brutraum und im Winter oder bei Regen einen wichtigen Schutzraum. Im Februar werden weitere Nistkästen eintreffen, die dann im gesamten Kantpark installiert werden. Und es wird übrigens auch ein Nistdepot geben …

Warum wir uns im ausgerechnet im Park um zusätzliche Nisthilfen bemühen fragt Ihr Euch zu recht. Für Vögel sind dichte Sträucher, immergrüne Gehölze und auch Totholz wichtige Schutz- und Nisträume. Die sind durch die Umgestaltung und den aktuel ja eher „aufgeräumten“ Park Mangelware. Das wird wieder nachwuchern aber wir finden, darauf muss kein Piepmatz warten!

Wir melden uns, sowie wir die Nisthilfen in Kants Garten in den Bäumen installieren werden, denn es wird Hilfe benötigt. Auch würden wir uns freuen, wenn sich Menschen mit besonderem Interesse an der Vogelwelt bei uns melden würden. Die Nistkästen sollten am besten einmal jährlich gereinigt werden und überhaupt ist es sicher klasse, jemanden zu haben, der ein besonderes Auge bei der Beobachtung. Aber letztlich sind die Vögel schlau und lassen im Falle von Vogelflohbehausungen einen Nistkasten auch mal für ein Jahr unberütet. Die Experten sagen, viel hilft viel – na dann! Wir isntallieren so viele, wie wir besorgen können.

Zudem gibt es die ersten, kleinen Insektenhäuser. Und Kokons der roten und der gehörnten Mauerbiene liegen bereit! Auch für ein richtig großes Wieldbienenhaus sammeln wir grade fleissig und wie es scheint, sind wir durch großzügige Stifter und Gönnerinnen wieder „flüssig“ und deshalb planen wir gerade mit der Schreinerei Appelt eine großes Insektenhaus, welches im Februar installiert wird.

Ein weiteres Projekt für viele kleine Insektenhotels, die ebenfalls überall im Park verteilt werden sollen formiert sich gerade, wir berichten!

Fledermaushöhlen und -Flachkästen sind ein weiteres echtes Spezialthema, total spannend! Wollen wir auch haben, sollten aber mehrere und wirklich gute sein und die sind leider teuer. Also, wir sammeln, fleissig wie die Eichhörnchen. Aber hier wird die Stadt aktiv, es werden in diesem und im nächsten Jahr verschiedene Kolonien (je 4-5 Schutzkästen) im Park installiert. Die folgenden ARTE Fledermaus-Beiträge sind wirklich spannend, auch wenn die Zwergfledermaus, die wir vermutlich in der Dämmerung beobachten können, nicht darin zu sehen ist.

Wer selbst aktiv in Sachen Insektenschutz werden möchte, der kann Wildbienen zum Nisten „einladen“, in dem Insektenhotels im Garten oder auf dem Balkon installiert werden. Das ist garnicht schwer. Sollte aber in keinem Fall ein Kasten aus dem Baumarkt sein, die jede Menge Mängle aufweisen! Im Rahmen unseres Projektes wollen wir kleie Nisthilfen für den Kantpark bauen und laden herzlich zum Mitmachen für den eigenen Garten ein – gegen Unkostenbeitrag.

Hier findet Ihr links von empfehlenswerten Herstellern und da gibt es auch jede Menge Infos in Sachen Wildbienen und Co!

Eine großartige Übersicht zum Thema bietet Naturgartenfreunde.de

Hier haben wir die folgenden Adressen gefunden und dort auch bereits bestellt, das größeren Insektenhotel bei Naturschutzcenter.de und die Kokons der in Deutschland heimischen roten und der gehörnten Mauerbiene sowie kleinere, günstige Insektenhotels bekommt man bei Bienenhotel.de

rote Mauerbiene, Abb. Bienenhotel.de

Übersichtliche Literatur kann man ebenfalls bei dem Naturschutzcenter bestellen, wir empfehlen den hervorragenden Flyer Bienen und Wespen in Nisthilfen. Auch die auf der gleichen Seite zu findende Broschüre vom BUND zu gefährdeten Wildbienen, die besonders auch die Wichtigkeit der richtigen Nisthilfen herausarbeitet, ist sehr gut.

So, Wasser haben wir mit usnerem kleinem Teich und hoffen nun auf Libellen. Vielleicht kriegen wir das ja auch Frösche angesiedelt. Eine Igelburg steht in Form des Totholzbiotops und im Frühjahr werden wir dort noch für ersten Pilzbesatz mit heimischen Austernpilzen und Kräuterseidlingen sorgen. Aber Hurra! Gerade eben konnten wir aus der Ferne sehen, dass sie bereits Pilze angesiedelt haben. Super!

Das wird ein wahrlich spannendes 2019!




Igelburg und Froschparadies – das Biotop

Lang geplant und endlich im Sommer 2018 gebaut und bepflanzt: das Biotopbeet mit Totholzbiotop (Igelburg), Insektenhotel (Holzschnitthaufen) und Froschparadies (kleiner Teich) mit umrahmender Staudenbepflanzung für sonnige bis schattige Lagen.

Am besten scrollt ihr Euch allerdings komplett runter und lest mal von unten nach oben!

…. Natürlich ging es nach der Fertigstellung des Totholzbiotops im Septemebr 2018 sofort weiter! Die „fünf von Kants Garten“, Musa, Jasiba, Dan, Ibrahim und Musaba haben jedenfalls mit viel Vergnügen gleich das nächste Pflanzprojekt mit vorbereitet – das kleine Parkbeet sollte ja ebenfalls noch Stauden bekommen … dazu seht und lest Ihr mehr unter „Neue Gärten“.

Schnee im Januar 2023, man sieht an den Holzstämmen gelbe Pilze wuchern, das Totoholz hat sich wunderbar zu einbem Biotop ganz eigener Art entwickelt.
Das Sumpfbiotop im Frühsommer 2019 …

Und dank Ghossan, der das Astwerk mirnichtsdirnichts in Richtung Igelburg zieht, sind die Äste dort dann auch ganz schnell verteilt! Fertig ist das Bauwerk, nun muss es die Natur mit ihren Zersetzungsprozessen fortsetzen! Unsere vielen Stauden werden in Zukunft viel Nektar und Pollen für die Insekten bieten, Gehöze, Wasser und Totholz bieten Lebensraum für Insekten und Igel und hoffentlich ziehen auch Frösche ein!

Nun fehlt noch Astwerk – und das bekommen wir am 6. September 2018, aber eben nicht kleingeschnitten. Spontan kommt am Abend Dennis mit seiner Motorsäge und schneidet alles kurz und klein, Susanne stapelt das schon mal.

Am 1. September bekommen wir geschenkt von Herrn Evertz sen.: eine riesige Ladung Holzhäksel! Sowas von super gut für unser Totholzbiotop!

Sofort wird unser neuer Wassersprenger in Einsatz gebracht!

Am 24. August geht es dann sofort weiter, Humus wird ausgebracht und dann wird geplanzt, was das Zeug hält. Das ist ein heißer Tag, Gerhild Diamant bringt die bestellten Stauden, wir sind diesmal leider nur ein Team von 3 GärtnerInnen – aber es gelingt!

Und da wir ja jetzt einen eigenen Wasseranschluss haben: Wasser marsch!

Am 17. August wird dann die bereits bestelle Teichfolie abgeholt und mit spontaner Hilfe durch Bernd, Tim und Felix sofort ausgelegt und mit Sand beschwert.

Und eh wir uns versehen, ist der Teich ausgehoben, mit einer dicken Schicht Sand versehen und die Erde drumrum angeglichen, der Bauzaun aufgestellt!

Schliesslich geht es weiter mit dem Aushub des Teiches, was natürlich mit dem kleinem Bagger ratzfatz geht!

Äste werden dazugelagert, das ganze wird immer wieder mit Erde überschüttet.

Der Igelkogel wird langsam umbaut.

Stück für Stück werden die Stämme platziert.

Und dann kommen die großen Stammstücke!

Und Dominik und Nico legen mit ihren Fahrzeugen los …, zunächst wird die Fläche geräumt.

Im August geht plötzlich alles ganz schnell: endlich wird unsere Wasserstelle gebaut und Übergeben!

Mit Herrn Kricke, dem Duisburger Artenschutzbeauftragtem und Georg Elsässer von den Wirtschaftsbetrieben wird am 25. Januar 2018 die Fläche für die geplante Igelburg (Totholzbiotop) festgelegt. Herr Kricke bestellt sofort ein Igelnest.

Geäst, lange Stücke vom Stamm, die Wurzel – das alles soll noch zu Kants Garten gebracht werden. Bis dass allerdings tatsächlich passiert vergehen noch Monate.

Sturm Friederike fällt am 22. Januar 2018 die prachtvolle Amerikanische Eiche, so ein Jammer! Von Ihr werden für das in Kants Garten geplante Totholzbiotop große Stammstücke beiseite gelegt

In diesem Blog berichten wir, wie das Totholz- und Sumpfbiotop entstanden sind. Von der Planung Anfang 2018 bis zur Durchführung im Sommer und Spätsommer 2018. In der Zeit haben wir auch die Staudenbeete gepflanzt, dazu gibt es weitere Beiträge unter „Neue Gärten“, wo z.B. auch die kompletten Pflanzlisten zu finden sind.